10 Tipps: Urlaub im Mobilheim – worauf sollte man bei der Buchung achten?


Urlaub im Mobilheim – der günstige Urlaub, der schnell zur Kostenfalle werden kann

Urlaub im MobilheimUrlaub ist der Deutschen liebstes Hobby, könnte man annehmen und die Zahlen belegen es auch. Rund 57 % der Deutschen haben in 2013 mindestens eine fünftägige Reise unternommen laut einer Studie der Internetseite Zeit.de. Klar, Tapetenwechsel ist eine willkommene Abwechslung für das Alltagseinerlei und viele Pauschalangebote locken reiselustige Deutsche nicht nur in Reisegebiete im eigenen Land, sondern auch in fernere Gefilde.

Wer Kind und Kegel Abwechslung bieten möchte, ist meist mit einem begrenzten Budget konfrontiert, das eingehalten werden sollte, um keine größeren finanziellen Löcher in die Familienkasse zu reißen. Mobilheime sind daher bei deutschen Urlaubern äußerst beliebt, denn in den eigenen vier Wänden, meist mit dem Flair eines großzügigen und wohl eingerichteten Wohnwagens versehen, kommen Groß und Klein voll auf ihre Kosten, sofern der Campingplatz und das Mobilheim im Vorfeld entsprechend gut recherchiert und geplant wurde.

Wer hier ins Blaue reist, kann nicht selten sein „Blaues Wunder“ erleben, denn plötzlich avanciert der geplant kostengünstige Urlaub zum teuren Urlaubsalptraum.

10 Tipps: Worauf sollte man bei einem Urlaub im Mobilheim achten?

  1. Versteckte Kosten: Sind Kurtaxe und Nebenkosten im Pauschalpreis inbegriffen? Nicht selten müssen Klimaanlagen, Kurtaxe, Bettwäsche und Co extra bezahlt werden. Dies sollte vor der Reisebuchung erfragt werden, um den Gesamtpreis der Reise im Vorfeld kalkulieren zu können.
  2. Kaution: Die Kaution muss in der Regel bei Bezug des Mobilheims bei dem entsprechendem Reiseveranstalter hinterlegt werden. Zwischen 100 und 150 Euro sind üblich, die bei einer ordentlichen Endreinigung des Mobilheims am Ende zurück erstattet werden.
  3. Unterhaltungsprogramm: Je nachdem, ob in der Haupt- oder Nebensaison in den Urlaub gefahren wird, welches Programm wird auf dem Campingplatz angeboten? Sind Hüpfburgen, Spielplätze etc. im Preis inbegriffen oder fallen hier ungeplante Kosten an, um Kinder unterhalten zu können? Nicht selten bieten Campingplätze allerhand Entertainment an, das jedoch zusätzlich bezahlt werden muss. Hüpfburgen die in 15 Minuten mit 3 Euro zu Buche schlagen, können für eine kinderreiche Familie schnell zum teuren Ferienluxus werden. Auch die Benutzung eines Trampolins oder verschiedener Autoscooter sind gerne mit teuren Fahrchips vor Ort zu bezahlen.
  4. Fahrverbote innerhalb des Campingplatzes: Häufig gibt es gerade auf italienischen Campingplätzen Fahrverbote. Dies kann bedeuten, dass zwischen 13 und 15 Uhr weder aus dem Campingplatz gefahren werden darf, noch eine Rückfahrt an das gebuchte Mobilheim möglich ist. Teuer kann es werden, wenn das Auto daher für diese Stunden außerhalb geparkt werden muss, um zu Fuß in das Mobilheim zurück zu kehren. Parktickets vor dem Campingplatz, die 1 bis 2 € je Stunde kosten, sind keine Seltenheit und können schnell zusätzliche Kosten bedeuten.
  5. Ausstattung des Mobilheims: Sind Kaffeemaschine, Mikrowelle und Wasserkocher vorhanden? Nicht selten fehlen diese Küchenutensilien, die das Leben für eine kinderreiche Familie leichter machen. Weiß man das dies nicht vorhanden ist, kann man die Kaffeemaschine und den Wasserkocher mitnehmen und vor Ort einfach einstecken. Natürlich sollte vorher geklärt sein, ob die deutschen Stecker in die landestypischen Steckdosen passen, oder ob ein Adapter im Gepäck sein sollte.
  6. Ein Vordach macht regenreiche Tage ertragbarer: Selbst wenn Familien in den Süden fahren, ist die Hitzewelle dennoch nicht gewährleistet. An regenreichen Tagen kann das beengende Mobilheim zur Gefängniszelle werden, sitzen dort 4 Personen auf rund 20 Quadratmeter beengt. Ein Vordach des Mobilheims schafft hier einen weiteren Ausweich-Raum, um selbst bei Regen den Urlaub weiterhin genießen zu können. Gerade an den Abenden, wenn die Kinder nun endlich schlafen und die erwachsenen Urlauber bei einem Glas Wein den Abend im Freien beschließen können.
    Falls kein Vordach vorhanden sein sollte, kann ein Pavillion eingeplant und mitgenommen werden. Zahlreiche Modelle sind für rund 50 Euro erhältlich, die schnell und einfach aufgebaut werden können und zusätzlichen Platz bei schlechtem Wetter schaffen.
  7. Kostenfalle Einkauf von Lebensmitteln: Nahe Touristenmärkte sind unbedingt zu meiden – statt dessen bekannte Supermarktketten suchen: so unser Devise. Wer die gut sichtbaren Einkaufsmärkte anfährt, ist sogleich in der „Touristenfalle“ und bezahlt doppelte Preise für Brot, Butter und Wurst. Daher sind Supermarktketten zu bevorzugen. Nicht selten gibt es in z.B. in Italien Aldi, Lidl, Coop und Co, die ähnliche Preise wie in Deutschland vorweisen.
  8. Bettwäsche selber mitbringen: Häufig kostet der Bezug einer Bettwäsche (Decke und Kissen) durchaus 15 € je Person. Dies kann bei einer größeren Familie schnell 60 € und mehr betragen. Daher: die Bettwäsche, den Schlafsack selber mitbringen! Ohnehin werdem meist vor Ort nur windige Decken mit dünnen Bezügen teuer angeboten, die besser von zu Hause mitgebracht werden. Diese halten auch in kalten Tagen warm und sind ungleich günstiger.
  9. Internet / Wlan-Anbindug: Wer Internet benötigt, sollte im Vorfeld prüfen, ob es WLAN oder einen Hot-Spot für das Mobilheim gibt. Häufig sind die Mobilheime außerhalb eines verfügbaren Hot- Spots für die Internetanbindung, daher sollte vorher erfragt werden, ob die Internetanbindung gewährleistet ist. Teuer wird es, wenn man einen Tages- oder Wochenpass der Telekom buchen muss, um eine Internetverbindung zu gewährleisten. Knapp 3 € für 50 MB Datenvolumen (Beispiel Italien) täglich können bei der intensiven Nutzung des Internets schnell verbraucht sein. Deshalb ist es ratsam, im Vorfeld den Reiseveranstalter zu kontaktieren inwiefern eine Internetverbindung vorhanden ist.
  10. Endreinigung – besser selbst gemacht! Selber reinigen spart teure Gebühren. Vor Abreise werden üblicherweise die Mobilheime kontrolliert und sollten entsprechend sauber an den Veranstalter zurück gegeben werden. Wer Müllberge und ein schmutziges Heim hinterlässt, kann sich nicht selten von seiner anfänglich bezahlten Kaution verabschieden. Diese ist dann für die Putzdienste der Campinganlage zu berappen, die ein dreckiges Mobilheim reinigen müssen. Daher: besser gleich einen sauberen Campingwagen hinterlassen und die Kaution in vollem Umfang zurück erhalten!

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