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Selbständige und Altersarmut

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Selbständige und Altersarmut

Jedem zehnten Selbständigen droht Altersarmut

Gut ein Zehntel aller in Deutschland Selbständigen ist von Altersarmut bedroht.
Die Betroffenen erwirtschaften mit Ihrem Unternehmen nicht genug, um aus ihrem Nettoeinkommen einen ausreichenden Betrag anzusparen, der ein Alterseinkommen auf Niveau der Grundsicherung garantiert.
Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt eine Studie des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) auf der Basis aktueller Daten zur Vorsorgefähigkeit und -bereitschaft sowie zum Vorsorgeniveau.

Jedem zehnten Selbständigen droht Altersarmut

Gut ein Zehntel aller in Deutschland Selbständigen ist von Altersarmut bedroht.

Die Betroffenen erwirtschaften mit Ihrem Unternehmen nicht genug, um aus ihrem Nettoeinkommen einen ausreichenden Betrag anzusparen, der ein Alterseinkommen auf Niveau der Grundsicherung garantiert.

Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt eine Studie des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) auf der Basis aktueller Daten zur Vorsorgefähigkeit und -bereitschaft sowie zum Vorsorgeniveau.

Ein zweites alarmierendes Resultat dieser Untersuchung: Gut einem Fünftel der Selbständigen droht eine „relative Armut“ mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens.

Gesetzliche Rentenversicherung kaum genutzt

Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung oder in ein berufsständisches Versorgungswerk leisten unter den Selbständigen nur wenige. 75 Prozent von ihnen seien nicht durch eine obligatorische Altersvorsorge abgesichert, so die Studie.

Zwar stünden dem größten Teil der Selbständigen genügend Mittel zur Verfügung, um für das Alter vorzusorgen. (Haushalte mit einem Selbständigen als Hauptverdiener können meist mehr sparen als Haushalte mit einem abhängig beschäftigten Hauptverdiener. Ihr Nettogesamtvermögen ist in etwa dreimal so hoch, lässt man die Rentenanwartschaften der Arbeitnehmer bei der Berechnung außer Acht.) Die private Altersvorsorge habe an dem Vermögen aber nur einen Anteil von 4 Prozent.

Selbständige in den unteren Einkommensgruppen sorgen aber deutlich weniger vor als Arbeitnehmer. Die Trennlinie zwischen vorsorgenden und nicht oder nur ungenügend vorsorgenden Selbständigen verlaufe bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 2000 Euro. In dieser Einkommensklasse befinden sich laut Studie 30 Prozent aller Selbständigen und 48 Prozent aller abhängig Beschäftigten.

Die Zahl so genannter Solo-Selbständiger, also Unternehmer, die ihr Unternehmen ohne Angestellte betreiben, hat sich seit 1991 auf rund 2,3 Millionen verdoppelt und wächst weiter rasant an. Viele von ihnen dürften aufgrund ihrer Einkommenslage im Alter auf die staatliche Grundsicherung, die auf Sozialhilfeniveau liegt, angewiesen sein.

Mangelnde Vorsorge vieler Selbständiger

Die Mannheimer Studie sieht diese Sozialleistung skeptisch: Die Absicherung begünstige das „Trittbrettfahrer-Verhalten“ von einzelnen. Da die Grundsicherung einen gewissen Konsum auf Kosten der Gesellschaft erlaube, könne es aus der Sicht Einzelner optimal sein, während des Erwerbslebens das Einkommen komplett auszugeben, statt entsprechend vorzusorgen.

Aus den Ergebnissen der Studie dürfe aber nicht vorschnell auf ein generelles Schutzbedürfnis von Selbständigen geschlossen werden, mit denen eine Versicherungspflicht gerechtfertigt werden könne, heißt es weiter. Die negativen Effekte etwa einer Einbeziehung in die Rentenversicherung müssten bedacht werden.

Die SPD will die Solo-Selbständigen, um sie vor Altersarmut zu schützen, schrittweise verpflichten, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen – wenn sie sich noch keinem Versorgungswerk angeschlossen haben. Bisher gibt es eine solche Pflicht nur für jene Selbständigen, die ständig für einen einzigen Auftraggeber arbeiten. Die SPD will damit aber eine Personengruppe in die gesetzliche Rentenversicherung bringen, der diese Absicherung gar nicht will: Umfragen zufolge lehnen zwei Drittel der Solo-Selbständigen eine Zwangsversicherung ab.

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