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Rente genau berechnen

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Rente genau berechnen

Für die eigene Rente gilt jeder eingezahlte Euro. Doch das allein entscheiden nicht allein über die Rentenhöhe. Es gibt zahlreiche Sondertatbestände ohne Beitragsleistung, z. B. Zeiten der Kindererziehung, die anerkannt werden. Wichtig ist, dass die Rentenversicherung Zeiträume, in denen keine Beiträge entrichtet wurden, kennt und auf dem jeweiligen Rentenkonto auch wirklich speichert.

Die während des Erwerbslebens zugeschickten Renteninformationen geben darüber Auskunft. Sie sollten ganz genau geprüft werden – spätestens dann, wenn der Rentenbescheid kommt. Nur so stimmt die Rente wirklich.

Meldungen über Fehler in Rentenbescheiden haben in der letzten Zeit für einiges Aufsehen gesorgt. Ob es nun, wie behauptet wird, „massenhaft viele“ Rentenbescheide sind, die vom Bundesversicherungsamt bei einer Prüfaktion beanstandet wurden, oder nur viele: Es sieht in beiden Fällen so aus, als würden es die deutschen Rentenversicherungsträger bei der Feststellung der Renten nicht so genau nehmen.

Die Computerprogramme arbeiten korrekt. Aber an mangelhafter Beratung und falsch übertragenen Daten können sie nichts ändern. So kann Schlampigkeit bei der Bearbeitung der Renteninformationen zu einer deutlich geringeren Rente führen.

Richtige Beratung ist nicht immer gegeben

In den vom Bundesversicherungsamt geprüften 8.000 Fällen ging es hauptsächlich darum, dass Versicherte eine – gegebenenfalls vorzeitige – Altersrente beantragt hatten, aber nicht darauf aufmerksam gemacht wurden, dass statt der von ihnen beantragten eine andere der (vier) vorzeitigen Renten günstiger für sie gewesen wäre.

So konnten zum Beispiel Frauen, die spätestens im November 1944 geboren wurden, die vorzeitige Frauen-Altersrente noch beanspruchen, ohne den Höchst-Abschlagssatz von 18 Prozent hinnehmen zu müssen.

Monatlich die Rentenunterlagen vergleichen

Vergleichen Sie am besten Monat für Monat und Jahr für Jahr Ihre Rentenunterlagen mit der Auflistung der Versicherungszeiten in Ihrem Rentenbescheid. Sind die Daten richtig übertragen worden? Stimmen die eingetragenen Arbeitsverdienste beziehungsweise die freiwillig gezahlten Beiträge überein? Gibt es unerklärliche Lücken im Versicherungsverlauf? Wurden Zeiten der Kindererziehung oder der Arbeitslosigkeit wirklich korrekt notiert?

Bei Fragen oder Zweifeln zum Rentenbescheid kann man sich zunächst unmittelbar an den Rentenversicherungsträger wenden, am besten per Einschreiben/Rückschein. Stellt Sie die Antwort der Behörde nicht zufrieden, können Sie sich an folgende Stellen wenden:

  • Auskunfts- und Beratungsstelle in größeren Städten
  • „Versichertenälteste“ der Rentenversicherung (ehrenamtlich, Adressen gibt es über die Rentenanstalt)
  • örtliches Versicherungsamt (eingerichtet bei der Kommune)
  • zugelassene Rentenberater (siehe Gelbe Seiten oder www.rentenberater.de)

Wie lange werden Rentennachzahlungen gewährt?

Nachzahlungen werden höchstens vier Jahre rückwirkend und für das laufende Kalenderjahr gezahlt. Wichtig ist der Zeitpunkt des Eingangs des Antrags bei der Rentenversicherung. Bis Ende 2010 könnten also ggf. noch Nachzahlungen aus dem Jahr 2006 gefordert werden.

Wenn es bei der Berechnung Ihrer Rente Fehler gegeben hat, schreiben Sie Ihrer Rentenversicherung und bitten Sie um Stellungnahme. Gibt es keine Einigung, können Sie Widerspruch einlegen, das geht noch ohne Rechtsbeistand und ist mit keinen Kosten verbunden. Aber auch eine mögliche anschließende Klage vor dem Sozialgericht wäre nicht mit Gerichtskosten verbunden, denn dafür käme die Rentenversicherung auf. Anwaltskosten können aber entstehen und müssen von Ihnen getragen werden, wenn die Klage zu Ihren Ungunsten ausgehen sollte.

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