Tipps zum Pflegevertrag


Tipps zum Pflegevertrag

PflegevertragViele Menschen können im Alter noch zu Hause wohnen, benötigen aber eine häusliche Pflege, manche für ein paar Stunden wöchentlich, andere täglich. Da wird die Frage nach dem richtigen Pflegevertrag immer wichtiger. Dazu hier ein paar Tipps.
Haben Sie sich nach eingehender Prüfung aller Optionen für einen Anbieter entschieden, muss zwischen Ihnen und ihm ein Pflegedienstvertrag abgeschlossen werden.

Tipps zum Pflegevertrag

Viele Menschen können im Alter noch zu Hause wohnen, benötigen aber eine häusliche Pflege, manche für ein paar Stunden wöchentlich, andere täglich. Da wird die Frage nach dem richtigen Pflegevertrag immer wichtiger. Dazu hier ein paar Tipps.

Haben Sie sich nach eingehender Prüfung aller Optionen für einen Anbieter entschieden, muss zwischen Ihnen und ihm ein Pflegedienstvertrag abgeschlossen werden.Pflegevertrag

Achten Sie vor dem Unterzeichnen aber darauf, dass folgende genannte Punkte in dem Vertrag berücksichtigt werden:

Achten Sie auf folgende Punkte beim Pflegevertrag:

  • Achten Sie darauf, dass der Pflegedienst-Inhaber mit seinem vollständigen Namen und Adresse angegeben ist. Vertragspartner des Pflegedienstes sollte immer nur der Pflegebedürftige sein. Ist dieser nicht mehr in der Lage, einen Vertrag abzuschließen, so muss dies ein Bevollmächtigter oder gesetzlicher Betreuer für ihn tun.
  • Aber bedenken Sie: Jeder Unterzeichner haftet, z. B. für die Begleichung anfallender Rechnungen. Schließen Angehörige für den Pflegebedürftigen einen „Vertrag zu Gunsten Dritter“ ab, verpflichten sie sich selbst zur Zahlung, sofern die Pflegeversicherung nicht eintritt. Das Geld des Pflegebedürftigen dürfen sie hierzu jedenfalls nicht verwenden.
  • Der Pflegevertrag sollte ansonsten ganz genau Art, Inhalt und Umfang der einzelnen zu erbringenden Leistungen aufzählen einschließlich der Pflegetage- und -häufigkeit. Ungenaue Formulierungen wie „häusliche Krankenpflege“ oder auch „Grundpflege“ genügen nicht.

    Außerdem sollte der Vertrag exakt die Vergütungen für die einzelnen Leistungen regeln. Dabei muss es sich um die Vergütungen handeln, die zwischen den Pflegedienstträgern und Kostenträgern (in der Regel die Pflegekassen) nach einheitlichen Grundsätzen ausgehandelt wurden.

  • Die Kosten der Pflegeleistung trägt die Pflegekasse nur bis zum Höchstsatz der jeweiligen Pflegestufe. Für den etwaigen Rest muss der Pflegebedürftige aufkommen. Aus dem Vertrag muss klar ersichtlich sein, wie hoch dieser verbleibende Eigenanteil ist. Auch sollte darauf geachtet werden, dass der Pflegedienst für seine Leistungen nur die in der einheitlichen Vergütungsvereinbarung ausgehandelten Sätze verlangt. 
  • Manchmal stehen unvorhergesehene Termine an (z. B. ein dringender Arztbesuch), so dass man im Zweifelsfall einen Pflegedienstbesuch absagen muss. Deshalb sollte der Pflegevertrag auch festhalten, bis zu welchem Zeitpunkt ein Pflegeeinsatz von Ihnen abgesagt werden kann, ohne dass dafür irgendwelche Kosten entstehen. 
  • Manche Pflegedienste erheben für ihre Leistungen einen zusätzlichen Investitionskostenzuschlag. Erkundigen Sie sich, ob Ihr Pflegedienst diesen erhebt. Nach Landesrecht geförderte Dienste, deren Förderung aber nicht ausreicht, bedürfen zur Erhebung von Investitionskosten allerdings einer Zustimmung ihrer Landesbehörde.
    Pflegeeinrichtungen, die nicht nach Landesrecht gefördert werden, benötigen eine solche Zustimmung nicht, sondern müssen der Landesbehörde nur eine Mitteilung darüber machen. Lassen Sie sich vom Pflegedienst, der einen Investitionskostenzuschlag erheben will, unbedingt die Zustimmungs- bzw. Mitteilungserklärung vorlegen.
  • Rechnungen der ambulanten Pflegedienste sollten frühestens zwei Wochen nach Rechnungsstellung fällig werden, wobei jeweils am Monatsanfang für den Vormonat abgerechnet werden sollte.
  • Als Zahlungsart wählen Sie am besten die Überweisung, weil so gewährleistet ist, dass Sie Rechnungen kürzen können, sollten berechnete Leistungen nicht, nur teilweise oder ungenügend erbracht worden sein. Foto

    Pflegeversicherung © Jean Kobben – Fotolia.com

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