Milbenstiche & Co.


Milben. Milbenstiche

Milben befallen sowohl Tier als auch Mensch

Milben können sehr unangenehm für Mensch und Tier sein. Hauptsächlich werden Mäuse, Ratten, Hasen oder Kleinvögel Opfer von Milben. Aber auch Hunde, Katzen und Menschen, wenn sie sich in den bevorzugten Milbengebieten aufhalten, wo die Larven an den Halmen und Blättern von Gräsern und bodennahen Pflanzen leben. Kommt nun ein Tier oder Mensch vorbei, werden die Larven von den Pflanzen abgestreift und landen auf dem Körper der „Opfer“. Danach wandern die Milben von den Beinen hoch, bis an die von ihnen bevorzugten feuchtwarmen Hautpartien, wie Achselhöhlen und Gelenkbeugen.
Übertragung durch Haustiere: Es fiel bei der Katze durch häufiges Kratzen, gereizter Haut – vor allem an verdeckten Körperstellen -und Haarausfall auf. Nach dem Bürsten des Katzenfells wurden auf dem untergelegten weißen Tuch orangerote Pünktchen – die Milben – sichtbar.
Nachdem das Katzentier ein Mittel gegen Ungeziefer ins Fell bekommen hatte und sich noch eine Zeit lang danach im Haus aufhielt, ergriffen die Laufmilben die Flucht und suchten sich in dieser Zeit einen neuen Wirt – den Menschen.
Angefangen hatte es mit Pusteln an den Knöcheln, an den Beinen, am Bauch und an anderen Körperoberflächen, die kaum von Mückenstichen zu unterscheiden sind. In der Regel dort, wo die Haut sehr dünn ist.

Herbstgrasmilben, Erntemilben (Neotrombicula autumnalis)

Wer kennt nicht die vermeintlichen Mückenstiche, die an Körperstellen auftauchen, welche für Stechmücken eigentlich untypisch sind? Man spürt sie oft erst morgens unter der warmen Bettdecke, also dann wenn man längst nicht mehr im Freien ist.
Verursacher dieser Symptome an Füßen und Knöcheln sind Gras- oder Herbstmilben (auch Erntemilben genannt; Neotrombicula autumnalis), die in vielen Teilen Deutschlands weit verbreitet sind.
Je nach Region heißen sie auch Herbst-, Heu- oder Erntemilben und sind auf Wiesen und an Waldrändern zu einer regelrechten Plage geworden.
Wie alle Milben durchläuft die Herbstmilbe ein Larvenstadium und es sind ausschließlich die Larven der kleinen Spinnentierchen, welche für die juckenden Hautsymptome an den unteren Gliedmaßen verantwortlich sind. Die winzigen Spinnentiere warten vor allem im hohen Gras auf ihre Opfer und wie jede Milbe liebt die bekannte Herbstgrasmilbe warme und versteckte Körperstellen.

Linderung von Milbenstichen beim Menschen

Zur Linderung des Juckreizes bei Milbenstichen hilft bereits ein nasser und kalter Waschlappen oder ein Kühlpack. Mehrmals täglich die Stichstellen damit gut kühlen.
Als erfolgreich haben sich neben Eichenrindenextrakt und einer klassische Zinkschüttelmixtur (Zinkoxid in wässriger Lösung) auch 70prozentiger Alkohol oder Franzbranntwein mit Menthol zum Einreiben der Stiche erwiesen. Ein nicht verschreibungspflichtiges aber entzündungshemmendes Gel erhält man in der Apotheke. Bei starkem Juckreiz kann ein Arzt ein Antihistamin verschreiben.
Bei bereits entzündeten Insektenstichen kann ein Kühlelement, welches in ein fusselfreies Tuch eingeschlagen wird helfen, die Beschwerden zu lindern. Auch Arnikasalbe ist gut zur Behandlung geeignet und unterstützt die Heilung. Um entzündete Insektenstiche vor weiteren Keimen, Bakterien und Schmutz zu schützen, ist das Abdecken mit Verbandsmaterial angebracht. Allerdings sollte bei Eiterbildung, starken Schmerzen oder sogar Fieber ein Arzt aufgesucht werden.

Eichenrindenextrakt: Erhältlich in der Apotheke. In der Eichenrinde stecken heilkräftige Pflanzenteile wie beispielsweise Gerbstoffe, deshalb wird Eichenrindenextrakt häufig als Badezusatz zur Linderung von Hautkrankheiten angewandt.

Zinksalben: Zink ist ein Bestandteil vieler Heilsalben, da es praktisch keine Nebenwirkungen hat. Es wirkt entzündungshemmend und Juckreiz lindernd.

Harnstoffsalben: AuchHarnstoff wirkt juckreiz- und entzündungshemmend. Diese Mittel sind besonders gut für trockene, schuppige Haut geeignet, da sie eine hohe Wasserbindungsfähigkeit aufweisen. Zudem fördert der Harnstoff die Aufnahme anderer Substanzen in die Haut.

Gerbstoffhaltige Präparate: Ein Naturheilmittel welches Gerbstoffe enthält ist Schwarztee.  Gerbstoffhaltige Mittel wirken austrocknend und ziehen die Entzündung aus dem Hautgewebe.

Helles Schieferöl (Leukychthol): Zugesetzt in Salben oder Cremes ist helles Schieferöl eine Juckreizlindernde und entzündungshemmende Substanz. Der leichte Geruch von Teerpräparaten verschwindet kurze Zeit nach dem Auftragen.

Bekämpfung der Milben

Bisher gibt es keine chemische Bekämpfungsmittel die nur gegen Herbstmilben wirken und auch noch ökologisch verträglich sind. Auch sind in der Regel die befallenen Wald- und Wiesenflächen zu umfangreich für einen sinnvollen Einsatz von chemischen Präparaten.
Deshalb ist zum Schutz und zur Vorbeugung gegen die Herbstmilben, die Meidung von Wiesen- und Rasenflächen und die Anwendung von Insektenschutzmitteln, sogenannten Repellents, also chemische Substanzen, die eingesetzt werden um Insekten von Mensch oder Tier fernzuhalten, die einzige Möglichkeit zur Bekämpfung bzw. Abwehr.
Zur Vorbeugung eignen sich aber ätherische Öle von Lavendel, Salbei, Basilikum, Minze oder Thymian, sowie Eukalyptus-, Gewürznelken- und Teebaumöl. Auch aromatische Süßgräser wie Citronella, Zitronengras und Zedernöl. Leider ist die abschreckende Wirkung der ätherischen Öle nur kurz. Alternativ können auch Insektensprays mit natürlichem Pyrethrumextrakt oder synthetischen Pyrethroiden (synthetische Insektizide) wie Deltamethrin oder Permethrin benutzt werden.
Sollte ein Befall bereits stattgefunden haben, ist der tägliche Wechsel von Bettwäsche und Kleidung unerlässlich. Diese möglichst heiß waschen. Sind eigene Haustiere Freigänger, müssen nicht nur die Tiere behandelt, sondern auch Teppiche, Läufer, Decken und sonstige Textilwaren, falls nicht waschbar, mit Desinfektions- bzw. Umgebungsspray eingesprüht werden.

Comments 1

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  1. Liebes Mutti-Haushaltstipps Team,

    der Artikel wie man die Milbenstiche lindert, ist echt klasse! Vor einigen Tagen hatten meine beiden Hunde auch welche. Dank der Tipps von euch gingen diese schnell weg und auch die Milben.
    Vielen Dank! 🙂

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