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Edelkastanie, Esskastanie, Marone

Lebensmittel

Edelkastanie, Esskastanie, Marone

Edelkastanien (Castanea sativa) auch Esskastanie oder Maroni genannt

Einst das Brot der Armen, heute eine begehrte Delikatesse! EdelkastanienGerade in den Mittelmeergebieten zählte die Esskastanie, genauso wie Oliven und Mandeln, im Mittelalter bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts, zu den Volksnahrungsmitteln. Getrocknet konnte sie bis zu 3 Jahre lang gelagert werden und gerade in ernteschwachen Jahren war sie ein Hauptnahrungsmittel.

Edelkastanien (Castanea sativa) auch Esskastanie oder Maroni genannt

Einst das Brot der Armen, heute eine begehrte Delikatesse!

Gerade in den Mittelmeergebieten zählte die Esskastanie, genauso wie Oliven und Mandeln, im Mittelalter bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts, zu den Volksnahrungsmitteln. Getrocknet konnte sie bis zu 3 Jahre lang gelagert werden und gerade in ernteschwachen Jahren war sie ein Hauptnahrungsmittel.

Da Esskastanien einen hohen Anteil an Stärke besitzen, wurde diese z.B. als Gemüse gedünstet oder gemahlen und mit Mehl vermischt, zu Brot gebacken.
Durch das mediterrane Klima begünstigt, wuchsen Esskastanien als „wilde“ Früchte und waren, durch die dort herrschente Armut, für den größten Teil der Menschen ein kostengünstiges Nahrungsmittel.Edelkastanien

Gesunde Edelkastanie

Die Edelkastanie ist ein wahres Gesundheitspaket. Esskastanien enthalten verschiedene Vitamine, Magnesium, Mineralien und Folsäure. In der Heilkunde wird die Edelkastanie auch gegen Durchfall, Husten, Bronchitis, Hexenschuss und Rheuma verwendet. Sie wirkt antiseptisch, schleimlösend und ist entzündungshemmend.
Durch den hohen Kaliumwert ist sie gut fürs Herz, für die Muskeln und die innere Balance.
Als Bachblüte ist die Edelkastanie unter dem Namen Sweet-Chestnut bekannt. In China wird die Edelkastanie bereits seit Urzeiten in der Medizin verwendet. Menschen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, können die Kastanien-Maroni unbedenklich genießen, da diese glutenfrei sind. Auch der Anteil an pflanzlichen Ölen ist nicht so hoch als bei anderen Nussarten.

Die Früchte sind glänzende, dunkelbraune Nüsse, welche durch eine stachelige Hülle geschützt sind. Blütezeit ist von Juni bis Juli. Ab Oktober, nämlich dann wenn die Früchte reif sind, platzen diese und geben ihren Inhalt, die Maronen, frei. Diese ist karamellfarben und 1-3 cm groß. Die Schale des Kerns ist hart und unverdaulich.
Bezeichnet werden die Früchte auch als Kastanien, Keschtn/Keschte, Maronen oder Maroni.
Wobei die mitteleuropäischen Edelkastanien etwas kleiner sind als die Maronis und in bestimmten Gebieten auch häufig Esskastanie genannt werden.
Weitere Unterschiede zwischen Maronen und Esskastanien ist der Geschmack. Während Maronen sehr intensiv und einen fast sahnigen Geschmack besitzen, sind Edelkastanien im Gegenzug etwas fader. Sie lassen sich auch schlechter schälen als die Maronen.

Größer als die Marone ist die Dauermarone. Deren Erntezeit ist von November bis in in den Dezember hinein. Anders als die Edelkastanie müssen diese gepflückt werden und sind länger haltbar.

Obwohl unsere heimische Rosskastanien der Maroni sehr ähnlich sehen und diese ebenfalls ein „Kastanie“ im Namen trägt, haben die beiden überhaupt nichts miteinander zu tun. Die Edelkastanie gehört, ebenso wie die Eiche, zu den MaroneBuchengewächsen, während die Rosskastanie stattdessen zu den Rosengewächsen gehört, deren Früchte nicht genießbar sind.

Der Behandlung von Atemwegserkrankungen bei Pferden, verdanken die nicht essbaren Früchte der Rosskastanie (Gattung Aesculus, Fam. Hippocastanaceae) ihren Namen.
Da die Kastanien verschiedene Tannine enthalten, verwendet man die ausgepressten Stoffe auch zum Gerben von Leder.

Lagerung und Zubereitung von Esskastanien

Am besten schmecken Edelkastanien gekocht oder geröstet. Roh hat sie einen etwas säuerlichen Geschmack. Gesammelt wird die Edelkastanie im Herbst und die frischen Kastanien sind bis in den Winter erhältlich.
Bei frischen Esskastanien sollte die Schale glatt und glänzend sein, und die Frucht sich schwer und fest anfühlen. Durch einen einfachen Test kann man schlechte Maroni erkennen. Einfach die Esskastanien in eine Schüssel Wasser legen. Die wurmstichigen Maronis schwimmen oben.

Frische Kastanien noch in der Schale, können etwa eine Woche bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. In einem Plastikbeutel, der mit einigen Löchern versehen sein sollte, halten sich die Kastanien im Kühlschrank etwa einen Monat. Eingefroren bis 6 Monate.

Verwendung von Edelkastanien

Edelkastanien werden geröstet oder zu Mehl vermahlen, um vermischt mit Mehl, zu Brot, Kuchen und Gebäck verarbeitet zu werden.
Auch gekocht, gedämpft und geschmort, in Suppen, als Füllung und im Salat schmecken sie sehr lecker.Esskastanien werden in Sirup eingelegt oder zu Marmelade und Püree verarbeitet, während pürierte Kastanien als Zutat zu Eis, Desserts, und Pudding dienen.

Maronis mit offener Schale

Gerade zur Weihnachtszeit in vielen Ländern als traditionelle Beilage zu Wild und Geflügel serviert. Gerade in Frankreich ist sie als Beilage aus vielen Speisen nicht mehr wegzudenken.

Zubereitung von Maronis

Kastanien an der gewölbten Seite kreuzweise einritzen und auf einem Backblech im vorgeheizten Ofen bei etwa 200 Grad 15 – 20 Minuten rösten, bis die Schale aufspringt.

Kastanien herausnehmen und kurz abkühlen lassen. Dann Schale und braune Haut entfernen.
Da Maronen sehr schnell keimenen, sollten sie noch am selben Tag zubereitet werden. Gelagert In einem luftigen Kellerraum halten sie sich ein paar Tage, bei längerer Lagerung verlieren sie aber schnell ihr köstliches Aroma.

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