Lebensmittel richtig lagern


Lebensmittel, Joghurt

Viele Menschen machen einmal in der Woche ihren Wocheneinkauf und besorgen alle Lebensmittel, die sie für die Zubereitung leckerer Gerichte brauchen. Nicht selten passiert es, dass im Laufe dieser Woche Obst bzw. Gemüse verschimmelt. Oder das der neue Joghurt vor die Packung der vergangenen Tage gestellt wird und anschließend in Vergessenheit gerät, bis man ihn irgendwann wiederfindet und feststellt, dass das Haltbarkeitsdatum im vergangenen Monat liegt.

Das ist sehr ärgerlich. Solche Situationen können allerdings verhindert werden, wenn die Lebensmittel richtig im gelagert werden.

Tipp 1: Bewusst einkaufen

EinkaufswagenDas aktuelle Konsumverhalten fördert leider die Wegwerfgesellschaft. Lebensmittel, die nicht mehr gut aussehen, wandern in den Müll. Schnell wird etwas gekauft, was gar nicht benötigt wird und anschließend im Kühlschrank vergessen. Die Folge daraus: Erneut werden Nahrungsmittel weggeworfen.

Um das zu verhindern, hilft eine Banalität wie eine Einkaufsliste. Auf diese wird eingetragen, welche Zutaten in der kommenden Woche benötigt werden. Dadurch verhindert man einerseits, dass zu viele Produkte gekauft werden, andererseits, dass man ein paar Tage später wieder einkaufen muss, weil doch etwas fehlt. Dieses Verhalten führt dazu, dass man nicht nur bewusster konsumiert, es sorgt außerdem für ein merkliches Plus im Geldbeutel.

Tipp 2: Das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet mindestens haltbar

Viel zu oft wandern Genussmittel in den Mülleimer, weil das Haltbarkeitsdatum überschritten ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Lebensmittel zwangsläufig schlecht sind. Viele Produkte wie Joghurt, Sahne oder Milch können durchaus noch ein paar Tage später verwendet werden – solange die Verpackungen vor der Nutzung geschlossen waren.

Angebrochene Lebensmittel halten sich generell nicht mehr sehr lange. Dann empfiehlt sich eine Geruchs- bzw. Geschmackprobe. Dennoch sollte man nicht zu lange damit warten, diese Produkte zu verwenden. Am besten stellt man sie immer nach vorn in den Kühlschrank, damit sie auch wirklich zuerst benutzt werden.

Tipp 3: Gekühlte Lebensmittel gehören in den Kühlschrank

Kuehlschrank1Grundregel Nummer Eins lautet: Lebensmittel, die bereits im Supermarkt in der Kühltheke wurden, sollten auch nach dem Einkauf in den Kühlschrank wandern. Dadurch wird die Haltbarkeit erhöht. Das funktioniert aber nur, wenn die verschiedenen Klimazonen des Kühlschranks richtig genutzt werden:

  1. Das Türfach:

Dort herrschen ungefähr acht Grad, daher eignet sich das Fach für Saucenflaschen, Eier und Getränke.

  1. Das unterste Fach:

Ist neben dem Gemüsefach die kälteste Fläche im Kühlschrank, daher werden dort verderbliche Lebensmittel gelagert. Dazu gehören unter anderem Fleisch, Fisch und Wurst.

  1. Das mittlere Fach:

Es ist ideal für allerlei Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Sahne.

  1. Das oberste Fach:

Ist mit acht bis zehn Grad der wärmste Bereich, daher stehen dort die haltbaren oder angebrochenen Lebensmittel. Generell gilt, die letzte Gruppe schnell zu verbrauchen, denn angebrochene Lebensmittel halten sich nicht mehr so lange. Weiterhin lagert man dort Käse oder die Reste des Mittagessens.

  1. Das Gemüsefach:

Viele Menschen denken, dass sich Obst und Gemüse im Kühlschrank länger hält als außerhalb. Das ist jedoch nur teilweise richtig. Salat, Karotten, Radieschen oder Erdbeeren, Pfirsiche und Trauben können im Gemüsefach gelagert werden. Sorten wie Tomaten oder Bananen sind kälteempfindlich und verlieren im Kühlschrank einerseits ihren Geschmack, andererseits ihre Struktur.

Weitere Tipps zur richtigen Lagerung im Kühlschrank gibt dieser Online-Ratgeber von Küchen-Quelle. Daneben werden dort hilfreiche Ratschläge zu dem Thema „Ordnung in den Schränken“ gegeben.

Trockene Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank

Kürbis
Auch Kürbisse gehören NICHT in den Kühlschrank! Siewerden am Besten dunkel und kühl gelagert.

Wer über eine Speisekammer verfügt, sollte diese unbedingt nutzen. Denn in der Regel sind diese Orte trocken und nicht allzu warm. Dinge wie Mehl, Zucker oder Nudeln lassen sich dort sehr gut stapeln. Das gilt ebenfalls für Konserven, Eingemachtes, Kaffee oder Tee. Derlei Produkte müssen nicht in den Kühlschrank, da sie im Supermarkt ebenfalls nicht kühl gelagert werden.

Lebensmittel wie Kartoffeln, Äpfel oder Birnen sind ebenfalls für die Speisekammer geeignet. Bei Äpfeln muss man nur aufpassen. Sie legt man am besten separat, da sie dafür sorgen, dass anderes Obst schneller reift und dadurch ebenso schnell verderben. Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema gibt es hier.

Sobald Packungen von Mehl oder Müsli geöffnet wurden, sollte man sie nicht in den Papier-Verpackungen lagern. Gerade im Sommer kann es schnell passieren, dass sich in offenen Verpackungen Fliegen oder Motten einnisten. Ist das erst der Fall, müssen alle betroffenen Lebensmittel weggeworfen werden. Verhindert wird das, wenn man sie in geschlossene Behältnisse wie Dosen oder Gläser umfüllt.

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