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Gesunder Schlaf für Körper und Geist

Pies de familia© ricardoferrando - Fotolia.com
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Praxis Gesundheit & Schönheit

Gesunder Schlaf für Körper und Geist

Gesunder Schlaf für Körper und Geist: Warum ist er so wichtig für den Alltag?

Wenn sich der Tag dem Ende neigt, wird der Körper müde und merkt, dass er Erholung braucht. Er schüttet das Hormon Melatonin aus, welches den zirkadianen Rhythmus – den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen – steuert. Puls, Blutdruck und Atmung verlangsamen sich und die Körpertemperatur sinkt leicht.

Bis Menschen einschlafen, brauchen sie laut dem ARD-Magazin „Planet Wissen“ etwa zwischen fünf Minuten und einer halben Stunde. Essentiell für ein erholtes Gefühl am nächsten Tag sind die sogenannten Tiefschlafphasen. In diesen Phasen schüttet der Körper Wachstumshormone aus, die er benötigt, um ausreichend regenerieren zu können. Zahlreiche Gründe können jedoch dafür verantwortlich sein, dass der Körper nicht in den erholsamen Schlaf findet. Aufgrund der negativen Auswirkungen, die schlechter Schlaf mit sich bringt, sollten Sie unbedingt etwas für eine geruhsame Nacht tun.

Gründe für Schlafmangel und Schlafstörungen

Es gibt diverse Ursachen, die einem gesunden und erholsamen Schlaf im Wege stehen können. Diese gilt es herauszufinden, um gezielt etwas dagegen zu unternehmen.

  • Stress oder psychische Probleme: Wenn Sie finanzielle Sorgen haben oder Sorgen, weil zum Beispiel eine schwierige Prüfung bevorsteht oder Sie eine beunruhigende Nachricht erhalten haben, beginnen Sie sicherlich immer wieder zu grübeln. Das Gedankenkarussell im Kopf will nicht enden und hindert Sie daran, zur Ruhe zu kommen. Stress und Ängste führen zu einer Steigerung der Aktivität des Nervensystems. Nervosität und innere Unruhe sind die Folgen.
  • Medikamente: Tatsächlich gibt es in Deutschland sehr viele Menschen, die am Abend Medikamente einnehmen, um schlafen zu können. Ebenso gibt es Medikamente, die Schlafstörungen erst hervorrufen. Dazu zählen beispielsweise Betablocker, Antidepressiva sowie bestimmte Antibiotika.
  • Schmerzen oder Erkrankungen: Rücken-, Kopf-, Ohren- oder Zahnschmerzen sowie eine Erkältung oder Grippe können ebenso vom Ein- oder Durchschlafen abhalten.
  • Alkohol und Koffein: Alkohol am Abend sorgt zwar oft dafür, dass Menschen müde werden und deswegen schneller einschlafen. Er hindert den Körper jedoch daran, wirklich in die Tiefschlafphase zu kommen, weshalb der Schlaf grundsätzlich weniger erholsam ist. Koffein stimuliert das Nervensystem und hat zur Folge, dass Herzschlag und Atmung schneller werden. Auch das steht einem guten Schlaf entgegen.

Auswirkungen schlechten Schlafs

Ungefähr ein Viertel Deutscher leidet unter Einschlaf- und/oder Durchschlafstörungen. Während Sie eine Nacht schlechten Schlafs in der Regel noch gut verkraften können, wirken sich besonders chronische Schlafstörungen negativ auf das Befinden aus. Sie können Ihre Gesundheit stark beeinträchtigen:

  • Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, ist viermal so hoch.
  • Der Heißhunger auf Zucker steigt, was wiederum Übergewicht begünstigt.
  • Betroffene sind grundsätzlich reizbarer und reagieren emotionaler.
  • Das Immunsystem ist geschwächt, wodurch Sie in der Folge anfälliger für Erkältungskrankheiten sind.
  • Aufgrund der Müdigkeit können Sie sich tagsüber weniger gut konzentrieren. Bei der Teilnahme am Straßenverkehr steigt das Risiko, einen Unfall zu verursachen.

Tipps für eine geruhsame Nacht

Insbesondere, wenn Sie immer wieder Phasen von Ein- und Durchschlafstörungen erleiden, wissen Sie einen erholsamen Schlaf besonders zu schätzen. Zu einem solchen können uns folgende Schlaftipps verhelfen:

  • Warme Getränke vor dem Zubettgehen: Warme Getränke wie Kräutertees (Melisse, Hopfen oder Baldrianwurzel) sowie heiße Milch mit Honig wirken etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen schlaffördernd.
  • Erlernen von Entspannungstechniken: Bestimmte Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelrelaxation oder das Autogene Training unterstützen dabei, am Abend zu entspannen und damit leichter in den Schlaf zu finden. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach: Oft werden Kurse zum Erlernen der Verfahren finanziell unterstützt.
  • Angenehme Raumtemperatur: Im Winter können Sie im Schlafzimmer leicht heizen. Grundsätzlich sollte die Temperatur in Schlafräumen 16° – 18° allerdings nicht übersteigen. Für einen angemessenen Frischluftaustausch sollten Sie außerdem regelmäßig lüften. Diesbezüglich empfiehlt es sich, sowohl morgens nach dem Aufstehen als auch abends vor dem Zubettgehen etwa 15 Minuten stoß zu lüften.
  • Beruhigende Aromen: Duftöle haben, in Wasser aufgelöst und von einer Kerze erwärmt eine beruhigende Wirkung auf die Stimmung. Hierfür eignet sich besonders der Duft von Lavendel. Wer es natürlich mag, kann sich einen aufgeschnittenen Apfel neben das Bett legen. Dieses alte Hausmittel wirkt ebenso entspannend.

Weitere Informationen über Schlafstörungen, Schlafhygiene und darüber, wie Sie die Ursachen von Schlafmangel wirkungsvoll beheben können, erfahren Sie in diesem Ratgeber zum Thema gesunder Schlaf.

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