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Bausparverträge: Günstige Eigenheimfinanzierung?

Verbrauchertipps

Bausparverträge: Günstige Eigenheimfinanzierung?

Bausparverträge: Günstige Eigenheimfinanzierung?

Die Finanzkrise hat viele Banken ins Wanken und viele Sparer ins Grübeln gebracht. Gewinner in dieser Situation sind die Bausparkassen. Für sie war 2008 eines ihrer besten Geschäftsjahre. Der Boom bei Bausparverträgen ist wohl weniger darauf zurückzuführen, dass angesichts der Krise immer mehr Menschen Häuser bauen oder erwerben wollen. Eher ist es vermutlich die Hoffnung auf eine sichere Geldanlage, die Investoren zuhauf in die Arme der Bausparanbieter treibt. Im Gegensatz zu vielen anderen Finanzinstituten ist es Bausparkassen per Bauspargesetz nämlich untersagt, mit dem Geld ihrer Anleger zu spekulieren.

Bausparverträge: Günstige Eigenheimfinanzierung?

Die Finanzkrise hat viele Banken ins Wanken und viele Sparer ins Grübeln gebracht. Gewinner in dieser Situation sind die Bausparkassen. Für sie war 2008 eines ihrer besten Geschäftsjahre. Der Boom bei Bausparverträgen ist wohl weniger darauf zurückzuführen, dass angesichts der Krise immer mehr Menschen Häuser bauen oder erwerben wollen.

Eher ist es vermutlich die Hoffnung auf eine sichere Geldanlage, die Investoren zuhauf in die Arme der Bausparanbieter treibt. Im Gegensatz zu vielen anderen Finanzinstituten ist es Bausparkassen per Bauspargesetz nämlich untersagt, mit dem Geld ihrer Anleger zu spekulieren.

Außerdem trat Anfang diesen Jahres eine Gesetzesänderung in Kraft, nach der Bausparer, die bei Abschluss eines Bausparvertrags älter als 25 Jahre sind, die Wohnungsbauprämie nur noch erhalten, wenn sie ihren Bausparvertrag für den Kauf oder die Renovierung von Wohneigentum verwenden. Vorher durfte das Geld aus dem Bausparvertrag auch noch für andere Zwecke genutzt werden. Den jährlichen staatlichen Zuschuss von 45,06 Euro für Einzelpersonen bzw. 90,11 Euro für Verheiratete wollten sich 2008 anscheinend noch einige Kunden vor der neuen gesetzlichen Regelung sichern.

Was ist ein Bausparvertrag?

Doch wie funktioniert eigentlich das Bausparen? Ist ein Bausparvertrag wirklich eine gute Geldanlage? Für wen ist er geeignet und was sollte beim Vertragsabschluss beachtet werden?

Beim Abschluss eines Bausparvertrags legen die Vertragspartner eine bestimmte Bausparsumme fest. Je nach Anbieter muss der Kunde in der Ansparphase von z. B. zehn Jahren 40-50 Prozent der Bausparsumme ansparen. Die Differenz zahlt die Bausparkasse dann zum festgelegten Termin als Bausparkredit an den Kunden aus. Der Bausparer kann sich aber auch entscheiden, auf den Kredit zu verzichten und sich nur das Sparguthaben auszahlen zu lassen.

Während der Ansparphase zahlt der Bausparer monatlich einen festgelegten Betrag ein. Die Guthabenzinsen liegen bei etwa einem Prozent. Verzichtet der Bausparer nach der Ansparphase auf den Kredit, lassen sich bei bestimmten Verträgen die Zinsen rückwirkend erhöhen. Der Kunde sollte also darauf achten, dass sein Vertrag eine entsprechende Klausel enthält.

In der geringen Guthabenverzinsung steckt aber auch ein Problem. Denn wer sein Geld über lange Zeiträume bis hin zu 20 Jahren anlegt, hat bei so niedrigen Zins einen krassen Verlust gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten. Als Alternative empfiehlt sich, das Geld auf Tagesgeldkonten oder in Banksparplänen mit einer deutlich höheren Verzinsung anzulegen. So sind derzeit rund 3,5 Prozent für eine Laufzeit von zehn Jahren möglich.

Nachteile eines Bausparvertrages zur Eigenheimfinanzierung

Nach dem Ende der Ansparphase hat der Bausparer ein Anrecht auf den Bausparkredit. Die Darlehenszinsen dafür sind im Allgemeinen niedriger als bei gewöhnlichen Hypothekendarlehen. Doch auch hier gibt es Nachteile. Die Bauspardarlehen sehen zwar auf dem Papier sehr niedrig aus, doch durch die sehr niedrigen Zinsen in der Ansparphase hat der Bausparer im Vergleich zu anderen Geldanlagen ja auch ein Verlustgeschäft gemacht, was er bei der Beurteilung des Bauspardarlehens mit einrechnen sollte. Tut man das, kommt man oft auf deutlich höhere Zinssätze.

Hinzu kommt, dass der Bausparkredit nach der Zuteilung in sehr kurzer Zeit zurückgezahlt werden muss. Damit fallen die monatlichen Ratenbelastungen im Vergleich zu einem normalen Hypothekendarlehen relativ hoch aus. Hier sollte man also genau durchrechnen, ob man sich die Rückzahlungsraten auch wirklich leisten kann.

Vorteile eines Bausparvertrages zur Eigenheimfinanzierung

Von Vorteil ist, dass Bausparer diverse staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen können, Z. B. die Wohnungsbauprämie. Bedingung: Das Haushaltseinkommen darf 25.600 Euro im Jahr nicht überschreiten (bei Verheirateten 51.200 Euro). Angestellte können darüber hinaus die Arbeitnehmersparzulage auf den Bausparvertrag anlegen. Als weitere staatliche Förderungsmaßnahme gibt es seit gut einem Jahr auch den so genannten „Wohn-Riester“.

Wirklich empfehlenswert ist ein Bausparvertrag aber nur für Anleger, die genau wissen, dass sie in – beispielsweise – zehn Jahren bauen oder ein Haus kaufen wollen. Für sie kann es von Vorteil sein, dass sie sich durch den Abschluss eines Bausparvertrags in der derzeitigen Phase niedrige Kreditzinsen sichern. Wer aber noch nicht genau weiß, wann er bauen oder kaufen möchte, sollte eher die Finger von Bausparverträgen lassen.

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